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Bömisches Paradies liegt etwa hundert Kilometer nordöstlich von Prag entfernt. Im Osten geht dieses malerische Gebiet in die Vorkette vom Riesengebirge über und im Norden ist es mit dem Gebirgszug von Isergebirge und Riesengebirge begrenzt.
In dieser romantischen Gegend, die auf dem Mittellauf des Flusses Jizera (Iser) liegt, vereint sich die Mannigfaltigkeit von Naturschönheiten mit zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten - mit Burgen, Schlössern, Volksarchitektur.
Ebendarum begonnen die Gäste im Bad Sedmihorky schon im 19. Jahrhundert diese Landschaft als Böhmisches Paradies nennen. Die außeror-dentliche Gliederung der Gegend mit charakteristichen Sandstainfelsenstädten, Pflanzen und Lebewesengemeinschaften was der Leitmotiv für die Erklärung des ersten Naturshutzgebietes "Böhmisches Paradies" in der ehemaligen Republik (erklärt in 1955).
In bezug auf die Mannigfaltigkeit der Gegend und auf das Vorkommen von geschützten und bedrohten biologischen Arten sind es nicht nur tiefe Wälder, sondern auch Systeme von Teiche auf den Wasserläufen und anliegende Fragmente von Naßgalenekosystemen sind von großer Bedeutung. Die eigenartige Gliederung des Reliefs bekommt das endgültige Gepräge auch von den charakteristischen Ergußgesteinen, die die Dominanten der Gegend bilden (Trosky, Kozákov, Mužský, usw.). In den Ergußgesteinen des Böhmischen Paradieses und der anknüpfenden Vorkette vom Reisengebirge gibt es zahlreiche Fundorte von Achaten, Ametysten, Jaspissen, Chalzedonen und anderen Edelsteinen. Die Bearbeitung von diesen Edelsteinen ist schon mehrere Jahrhunderte mit der Geschichte der Stadt Turnov verbunden, die lange Jahre ein natürlisches wirtschaftliches und kulturelles Zentrum dieses Gebiets war. Auch heute ist Turnov das Herz des Böhmischen Paradieses gennant.
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